Naturgefahren

Unwetterrisiko Überschwemmung: Erst 41 Prozent der Häuser in Deutschland sind ausreichend gegen Überflutungen durch Starkregen oder Hochwasser versichert.

Naturgefahren: Es kann jeden treffen

Schwere Stürme, tennisballgroße Hagelkörner, heftige Gewitter, starker Schneefall, sintflutartiger Regen und großflächige Überschwemmungen sind nur einige Beispiele für Unwetterrisiken, die kaum noch beherrschbar sind und oft sogar die Existenz der Betroffenen bedrohen. Die Bilder der Jahrhundertfluten in den Jahren 2002 und 2013 sowie die Sachschäden in Milliardenhöhe haben viele Bundesbürger noch gut in Erinnerung. Doch nicht nur in flussnahen Gebieten tritt von Zeit zu Zeit das Wasser über die Ufer. Durch plötzlich auftretenden Starkregen werden ebenso Orte überflutet, die weit abseits von Gewässern liegen. Die zerstörerischen Kräfte der Naturgewalten können nahezu jeden treffen.

Staatliche Hilfe nur in Ausnahmefällen

Bei Schäden durch Naturkatastrophen leistet der Staat grundsätzlich nur dann finanzielle Hilfe, wenn ein Versicherungsschutz nicht möglich war. Eine Gewissheit auf staatliche Hilfeleistung gibt es nicht. Daher liegt die Verantwortung, sich vor den Folgen zu schützen, in erster Linie bei jedem selbst. Dennoch unterschätzen viele ihr persönliches Risiko. Über 90 Prozent der Hausbesitzer gehen davon aus, umfassend gegen Naturgefahren abgesichert zu sein. Das Gegenteil ist der Fall: "Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft sind im Bundesschnitt 59 Prozent der Häuser nicht ausreichend gegen Unwetterrisiken wie Starkregen und Hochwasser versichert", sagt Cornelia Flörcks, Produktentwicklerin Wohngebäude bei R+V.

Naturgefahrenversicherung ist ein Muss

In den eigenen vier Wänden steckt viel Arbeit, Herzblut und vor allem Geld. Die R+V-Expertin empfiehlt zur Absicherung gegen Unwetterschäden vor allem drei Versicherungen: "Wichtig sind hier die Hausratversicherung und bei Wohneigentum eine Wohngebäudeversicherung - jeweils erweitert durch eine Naturgefahrenversicherung."

Die Hausratversicherung kommt für Schäden an beweglichen Gegenständen im Haus oder in der Wohnung auf. Aber beispielsweise auch für Markisen am Balkon, die durch Hagel zerstört oder beschädigt werden. Die Wohngebäudeversicherung übernimmt Schäden am Haus, die durch Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Feuer hervorgerufen werden. Sie springt allerdings nicht ein, wenn das Grundstück überflutet wird und das Wasser in das Gebäude eindringt oder das Haus beispielsweise durch Lawinen, Erdrutsche oder Erdbeben beschädigt wird. "Wer sein wertvolles Hab und Gut gegen alle Unwetter absichern will, sollte deshalb unbedingt eine Naturgefahrenversicherung in die Wohngebäudeversicherung und die Hausratversicherung einschließen, zum Beispiel bei der R+V-PrivatPolice", sagt Cornelia Flörcks.

Wer sich unsicher ist, bekommt Hilfe: In Zusammenarbeit mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken bietet R+V allen Verbrauchern an, von einem Experten prüfen zu lassen, ob Haus und Hausrat ausreichend gegen Naturgefahren abgesichert sind.

Checkliste: Was mache ich im Schadenfall?